Gott hört mich nicht

Gott hört mich nicht!

Zuerst habe ich mal ein kleines Zitat für Sie, passend zu unserem heutigen Thema „Gott“. Dieses Zitat kommt von dem bekannten Max Planck:

Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler steht Gott am Ende all seiner Überlegungen.

 

 

„Ich bete jeden Tag zu Gott, aber meine Gebete werden einfach nicht erhört. Zu jedem spricht Gott, nur zu mir nicht. Was mache ich falsch?“

Diese Frage stellen sich sehr viele Menschen. Aber das Wichtigste was es hierzu erst mal zu sagen gibt ist: Ihr macht nichts falsch. Wenn eure Gebete, eure Meditation oder euere Gespräche mit der höheren Kraft, mit Liebe gefüllt sind und vom Herzen kommt, könnt ihr gar keine Fehler machen. Persönlich so glaube ich, erwartet man von Gott einfach nur zu viel und das ganz oft auch noch -per- sofort.

Ich habe übrigens mal nachgelesen, was oder wer Gott überhaupt ist. In Wikipedia steht dazu folgendes:

Als Gott (je nach Zusammenhang auch Göttin, Gottheit) wird meist ein übernatürliches Wesen bzw. eine höhere Macht bezeichnet. In der Lehrmeinung und im Verständnis, sowie in der Praxis verschiedener Mythologien, Religionen und Glaubensüberzeugungen, sowie in der Metaphysik, werden einem Gott oder mehreren Göttern, besondere Verehrung zuteil und besondere Eigenschaften zugeschrieben; unter anderem, erster Ursprung bzw. Schöpfer oder Gestalter, der Wirklichkeit zu sein.

Also kurz gesagt: Gott ist die Bezeichnung für den Schöpfer dieses Universums hier, mit allem was da vorhanden ist. Berge, Wasser, die Erde, Bäume, Pflanzen, Tiere und natürlich auch wir Menschen.
Wir Menschen wurden bei unserer Entstehung ja alle mit dem Modul „Fantasie“ versehen. Nun, der eine etwas mehr, der andere etwas weniger. Und obwohl wir Gott nicht beschreiben können, noch hat ihn ja niemand wirklich gesehen, hat jeder seine ganz eigenen Vorstellungen, seine ganz eigenen Fantasien von Gott, dem Schöpfer dieses Universum. So kann Gott in unserer Fantasie ein menschliches Wesen sein, oder ein Symbol in Form von z. B. einer Wolke oder in Form eines wunderbaren Lichts. Aber egal wie wir uns Gott vorstellen, letztlich ist es immer eine schöpferische Kraft, gefüllt mit göttlicher Energie.
Ich beschäftige mich seit über 25 Jahren schon sehr intensiv mit diesem Thema der göttlichen Energie, schöpferischen Kraft und der mächtigen Kraft der Gedanken. Dies alles aber nicht unter dem religiösen Aspekt, sondern eher aus spiritueller Sicht.
Anfang der 60-er Jahre kam ich ohne Arme auf die Welt und so befand ich mich sehr oft in Situationen, wo ich Gott fragte: „Lieber Gott, warum gerade ich?“ So führte ich immer wieder Zwiegespräche mit ihm und machte so, nach und nach die Erfahrung, dass ich nicht nur zu Gott sprechen kann, sondern dass ich auch mit Gott reden kann.
Das heißt nicht, dass ich dann Stimmen aus dem Jenseits höre. Nein, diese Stimme oder diese göttliche Botschaften, die kommen aus mir heraus, sie kommen aus meinem Inneren heraus. Es ist meine innere Stimme die ich da wahrnehme.
Ich stellte Gott damals schon sehr viele Fragen und die Antworten auf meine Fragen, die kamen ganz selten, umgehend. Wie oft musste ich, nach meinem Empfinden, sogar eine Ewigkeit warten bevor ich überhaupt ein Zeichen, in Form meiner inneren Stimme bekam. Geduld war ja noch nie meine Stärke. Ich bin vom Sternzeichen Widder, das erklärt wahrscheinlich schon alles. Nun, nach und nach stellte ich aber fest, dass diese Wartezeiten, immer kürzer wurden. Vielleicht auch deshalb, weil meine Kommunikation mit Gott, immer selbstverständlicher wurde.
Gott spricht übrigens mit jedem, er macht da keinen Unterschied. Gott ist es egal, ob wir reich oder arm sind, dick oder dünn, geizig oder gütig. Für ihn sind wir Menschen etwas ganz Besonderes und deshalb urteilt Gott auch nicht und er verurteilt auch nicht, so wie wir Menschen das täglich so tun. Für Gott ist jeder Einzelne von uns ein ganz besonderes Geschenk. Genauso wie jeder Moment goldwert ist und jeder Augenblick etwas sehr Wertvolles in sich trägt. Ja und genau deshalb spricht Gott auch mit jedem.
Die Frage ist nur: Wer hört ihm zu?
Gott nutzt als Sprache, für die Kommunikation mit uns „Gefühle“. Und diese Gefühlspalette die Gott da nutzt, die ist sehr vielseitig. So kann er auf unzählige Gefühle zugreifen, wie glücklich, traurig, deprimiert, freudig, leidenschaftlich, interessiert, freundlich, geduldig, neugierig, dankbar, liebevoll und so weiter. Die göttliche Gefühlspalette ist einfach riesig.
Als Kontaktmodul für die Übertragung seiner Botschaften, nutzt Gott unsere Seele, also unser Unterbewusstsein, unser kleines ICH.
Damit wir Menschen aber physisch überhaupt eine Botschaft aus der kosmischen Welt aufnehmen bzw. verstehen können, nimmt unsere Seele, diese kosmische Botschaft zunächst auf und wandelt sie dann in Gefühle um. Also, kosmische Botschaften kommen nicht wie vielleicht erhofft per Mail oder Whats-App, sondern über unser Kontaktmodul der Seele. Unsere Seele nimmt diese göttliche Botschaft auf und wandelt sie dann um in das sog. Bauchgefühl, auch innere Stimme genannt.
Wenn wir also wissen wollen, ob etwas wahr ist, ob sich etwas auf unserem Lebensweg befindet oder wie wir bei etwas entscheiden sollen, dann müssen wir nur auf unser Bauchgefühl, auf unsere innere Stimme hören. Obwohl uns aber unsere innere Stimme immer den richtigen Weg weist, entscheiden wir uns meistens dafür, was uns der Verstand sagt. Und das liegt daran, dass wir Menschen tatsächlich große Schwierigkeiten damit haben, Gottes Botschaften zu erkennen und zu verstehen. Weil wir zum einen an diese Botschaften, die uns meistens über die Gefühlsebene zugänglich gemacht werden schlecht herankommen und zum anderen, dass wenn wir dann doch an sie herangekommen sind, diese Gefühle einfach nicht korrekt deuten können.
Gott kommuniziert neben den Gefühlen aber auch über Gedanken. Gedanken und Gefühle sind zwei verschieden Kommunikationsmittel, können aber gleichzeitig auftreten. Mail und Telefon sind auch zwei verschiedene Kommunikationsmittel, aber auch hier kann, während das Telefon klingelt, ja eine E-Mail eintreffen. Gedanken bestehen u.a. aus Einfällen und Ideen, manchmal haben wir einen richtigen Geistesblitz. Man sagt übrigens hierzu auch: ein Geistesblitz ist, wenn Intuition und Denken sich ergänzen. Beides sind aber göttliche Eingebungen.
Um an Gottes Botschaften zu kommen, müssen wir uns auch ein bisschen Zeit nehmen. Und genau das wird in unserer heutigen schnell-lebigen virtuellen Zeit immer schwieriger. Immer öfter und immer länger halten wir uns in dieser virtuellen Welt auf. Das ist menschlich gesehen auch nachvollziehbar, denn uns wird ja immer mehr online angeboten, also vieles, was wir von zuhause aus, ganz bequem genießen können.
Und so genügt zum Beispiel nur ein einziger Klick und wir schreien endlich mal wieder vor Glück. Selbst die Liebe wird heutzutage virtuell geklickt. Früher musste es bei einem selbst noch Klick machen, bevor man sagen konnte, ohhh ich bin total verliebt – und heute … ja da genügt schon ein Klick auf einem Datingportal und wenn wir dann genau diese berühmte 11 Minute erwischen, ja dann sind wir verliebt. Tja , so einfach geht das heute.
Natürlich wird durch das Internet vieles leichter, gar keine Frage. Aber leider wird dadurch auch der zwischenmenschliche Kontakt immer weniger. Was aber wirklich auf der Strecke bleibt ist der wichtigste Kontakt überhaupt, nämlich der Kontakt zu der Person, die uns jede Frage beantworten kann. Der Kontakt zu unserem eigenen kleinen ICH.
Das große ICH ist unser Kopfhirn – auch Verstand genannt – und das kleine ICH ist unser Bauchhirn – also das Unterbewusstsein, unsere Seele – wobei das kleine ICH tatsächlich viel größer ist, als das große ICH, nurndass, weiß das große ICH nicht. Wenn wir wirklich daran interessiert sind, dass sich unsere Herzenswünsche erfüllen, dass wir die kosmischen Botschaften verstehen, dann bleibt uns gar nicht anderes übrig, als das wir uns mit unserem kleinen ICH mal wieder persönlich unterhalten. Denn unser kleines Ich – ist der Zugang – zu der kosmischen Bestellannahme.
Um mit jemand anderen zu kommunizieren, nutzen wir in der realen Welt fast alle einen E-Mail-Account, Telefon oder Whats-App. Um aber mit der kosmischen Welt in Kontakt zu kommen, müssen wir unsere internen ICH-Account „Unterbewusstsein“ wieder aktivieren.Die Nutzung unseres ICH-Accounts ist relativ einfach, wir müssen nur verstehen, wie er funktioniert.
Zum heutigen Abschluss noch eine sehr schöne, zum Nachdenken anregende Geschichten: (Autor unbekannt)
Eine Frau träumte des Nachts, einen Markt zu besuchen. Dort inmitten all der Stände traf sie, an solch einem Stand erstaunlicherweise Gott. Scheu näherte sie sich dem Stand.
„Was verkaufst du hier?“ wollte sie von ihm wissen.
Gott antwortete ihr: „Alles, was das Herz begehrt.“
Die Frau war zunächst völlig verblüfft. Als sie sich wieder gefasst hatte, beschloss sie, diese Gelegenheit zu nutzen und das Beste zu verlangen, was sich ein Mensch nur wünschen kann.
„Ich möchte Frieden für meine Seele und Liebe und Glück. Und weise möchte ich sein und nie mehr Angst haben.“ sagte die Frau zu Gott. „Und das nicht nur für mich allein, sondern für alle Menschen.“
Gott lächelte.
„Ich glaube, du hast mich missverstanden. Ich verkaufe hier keine Früchte, sondern nur den Samen.“

Leave a comment